Spielweise

Spielweise

Bowling hat nichts mit Kraft zu tun. Die einzige Kraft, die der Ball mitbekommt, ist die aus der Pendelbewegung vor dem Loslassen des Balles. Schaut man nicht auf die Pins sondern auf die Pfeile, die sich im ersten Drittel der Bahn befinden, erhöht dies die Genauigkeit. Ein Anfänger mit einem geraden Wurf (ohne Haken!) sollte versuchen, bei mittiger Aufstellung über den dritten Pfeil zu werfen. Wichtig ist, dass man sich bereits bei der Aufstellung zum Wurf immer auf den gleichen Punkt stellt.

hi-4

 











Fortgeschrittene Bowler geben dem Ball eine seitliche Rotation, wodurch er einen Bogen oder Haken schlägt. Läuft der Ball schräg zwischen dem ersten und einem der beiden dahinter stehenden Pins ein, erhöht dies die Chance auf einen Strike gegenüber dem frontalen Einschlag eines geraden Laufes. Die Veränderung des Einschlagwinkels durch einen Bogen oder Haken lässt den Ball auf ideale Weise durch die Pins laufen: Bei einem mustergültigen Strike läuft der Ball (bei Rechtshändern) zwischen Pin 1 und 3 ein und erreicht danach Pin 5, der seinerseits die 8 trifft. Von der 5 abgelenkt trifft der Ball Pin 9. Die zuerst getroffenen Pins 1 und 3 fallen zur Seite. Pin 1 fällt auf die 2, diese auf die 4 und die 4 trifft die 7. Pin 3 räumt auf gleiche Weise 6 und 10 ab. Ohne Rotation und bei flacherem Winkel ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass der Ball nach der Ablenkung durch Pin 1 die 5 nicht mehr erreicht, die 8 bleibt ebenfalls stehen. Durch einen minimal schlechteren Winkel kann es auch passieren, dass die Kettenreaktion an den Seiten nicht vollendet wird. Dann bleiben Pin 7 oder 10 (im schlimmsten Fall beide) stehen. Auch wenn der Ball zu frontal auf die 1 trifft, ist eine Kettenreaktion zu den Seiten Glücksache, was oft unräumbare Splits zur Folge hat.

Üblicherweise stecken die beiden mittleren Finger und der Daumen in den drei Löchern (konventionelle Bohrung), bei Fortgeschrittenen oft nur die Fingerkuppen (Fingertip-Bohrung). Die Löcher sind entsprechend weiter auseinander gebohrt. Stecken nur die Fingerkuppen in den Löchern, ist eine Rotation eher realisierbar und leichter zu kontrollieren. Der Ball wird seitlich in etwa in Handshake-Position losgelassen, das erzeugt bei einem Rechtshänder einen Linksdrall. Folglich ist das Ziel zwischen Pin 1 und 3 anzuvisieren. Der nach rechts rotierende Ball eines Linkshänders hat die Gasse zwischen Pin 1 und 2 zum Ziel.

Da der Profi ebenfalls auf die dreieckigen Pfeile zielt, sucht er einen Pfeil weiter seitlich, um die Rotation einzubeziehen. Ein Rechtshänder wird einen der drei Pfeile auf der rechten Hälfte wählen und alle Würfe darüber laufen lassen. Einen gänzlich anderen Pfeil zur Korrektur wird er nicht nehmen, sondern üblicherweise die Grundposition verändern. Dafür sind Markierungen im Anlaufteil der Bahn nützlich. Von diesen Punkten aus werden die einzelnen Leisten abgezählt. Auch die meisten Würfe auf die stehen gebliebenen Pins werden in dieser Weise absolviert

Die Pins

Die Pins sind als gleichseitiges Dreieck mit einer Kantenlänge von 36
Inch (91,44cm) angeordnet; eine Spitze des Dreiecks zeigt zum Spieler. Ein Pin besteht entweder aus einem Holzkern, der mit Kunststoff ummantelt ist oder er besteht vollständig aus Kunststoff. Ein Pin ist 15 Inch (38,1cm) hoch und hat einen Durchmesser von 4,75 Inch (12,06cm). Damit beträgt der Umfang ebenfalls 15 Inch. Die Masse liegt zwischen 3lbs 6 oz (1,53kg) und 3lbs 10oz (1,64kg).

Der Ball

Der Bowlingball besteht aus einer Kunststoffschale, dem Coverstock, und einem Füllmaterial. Im Sportbowling unterscheidet man zwischen sogenannten Anwurf- und Räumbällen.

Lbs (Pfund)

Kilogramm

 

Lbs (Pfund)

Kilogramm

6

2.724

 

12

5.448

7

3.178

 

13

5.902

8

3.632

 

14

6.356

9

4.086

 

15

6.810

10

4.540

 

16

7.264

11

4.994

 

 

 

.








Räumbälle, auch Hausbälle genannt, bestehen in der Regel aus Polyester. Anwurfbälle werden aus diversen Spezialkunststoffen bzw. -gemischen, die allgemein weicher und poröser als Polyester sind, gefertigt. Anwurfbälle besitzen außerdem noch einen Kern. Bowlingbälle besitzen in der Regel drei Löcher (zwei Finger- und ein Daumenloch) zum Festhalten. Im Sportbowling ist auch die Verwendung von Bällen mit mehr als drei Löchern üblich, wobei eines der Zusatzlöcher, das sogenannte Ausgleichsloch, dazu benutzt wird, um den Schwerpunkt des Bowlingballes zu manipulieren. Da es beim Bowling strenge Regeln gibt, was das Gewicht des Balles anbelangt, ist dies zwingend erforderlich, da vom ABC (American Bowling Congress) nur ein gewisser Toleranzbereich im Gewichtsunterschied zwischen den beiden Seiten eines Bowlingballs vorgeschrieben ist. Der Gewichtsunterschied kommt daher, dass ein Bowlingball nicht hohl ist, sondern einen asymmetrischen Kern als Innenleben hat, welcher für den Unterschied im Seitengewicht verantwortlich ist. Da der "Aufhänger des Kerns" (Pin) nicht immer in die Mitte des Spanns (Entfernung von den Finderlöchern zum Daumenloch) gebohrt wird, kommt es durch die Formung des Kerns zu einem Unterschied zwischen den beiden Seiten, welcher durch ein Ausgleichsloch behoben werden muss. Das Gewicht eines Bowlingballs liegt zwischen 6 und 16 lbs. In einer Bowlinganlage liegen entsprechend beschriftete Bälle in Regalen und man kann sich bedienen. Durch das Zusammenwirken der Materialkomponenten und die Spieltechnik erzeugen Sportbowler den sog. Hakenwurf.

Der Umfang der Bälle beträgt nicht mehr als 27,002 Inch. Das entspricht einem Durchmesser von 218,3 mm.

Die Bahn

Die Bowlingbahn besteht aus lackiertem Holz oder aus Kunststoff. Üblicherweise wird sie regelmäßig mit einem dünnen Ölfilm überzogen. Das letzte Drittel der Bahn ist trocken. Bei einem Hakenball sorgt das Öl dafür, dass die Seitenrotation erst kurz vor den Pins Wirkung zeigt. Wäre die Bahn gänzlich ungeölt, würde jede Rotation den Ball unmittelbar in die Rinne befördern. Fortgeschrittene Spieler besitzen mehrere Bälle unterschiedlicher Härte, um sich auf die wechselnden Bedingungen durch mehr oder weniger Öl und die unterschiedliche Beschaffenheit (Holz oder Kunststoff) anzupassen.

Die Bahn wird in folgende Bereiche eingeteilt:

Anlauf:
der Bereich in dem sich die Spieler bewegen, um ihren Wurf durchzuführen

Foulline:
eine (meist) schwarze Linie, die Anlauf und Lauffläche voneinander abgrenzt. Zusätzlich ist diese durch eine Lichtschranke mit dem Computer verbunden. Wird diese ausgelöst, so wird für den Wurf ein F (Foul) eingetragen, die gefallenen Pins zählen nicht.

Lauffläche:
der 60 Fuß lange Bereich zwischen Anlauf und Pindeck. Dieser Bereich wird normalerweise von den Spielern nicht betreten. Der Ball durchläuft diesen Bereich auf seinem Weg zu den auf dem Pindeck stehenden Pins. Die Lauffläche ist geölt um in erster Linie den Bahnenbelag zu schützen. Die Ölung macht aber auch für Sportler den Reiz des Spielens aus, da die Ölung ein mehr oder weniger anspruchsvolles Spielen des Bowlingballs verlangt. Die Lauffläche ist wiederum unterteilt in drei jeweils 20 Fuß lange Bereiche, die Heads, die Pines und das Backend (Ein Bereich zwischen Öl und Pins, der nicht geölt wird, um den Bällen "Haft" zu geben und ihnen Zeit zu lassen, einen "Hook" in Richtung Gasse zu schlagen).

Pindeck:
der Bereich, in dem die Pins stehen

Rinne (Gutter):
die tieferliegenden Bereiche rechts und links neben Lauffläche und Pindeck.

Webdesign & CMS Integration: fairnet-medien | TYPOlight Dresden